Die Mini-Ridgebacks aus Bärwalde sind inzwischen 6 Wochen alt und möchten nach dem Schlafen in ihrem Welpenzimmer nur noch nach draußen und dort ihr Lebensumfeld erkunden. Selbst Regentage halten sie nicht von ihrem Bewegungsdrang ab. Tapfer wird durch die Pfützen getapst und schnell in die Scheune gelaufen. Dort kann herrlich mit Papa Odin im Stroh getobt werden, der selbst manchmal ein richtiger Kindskopf ist. Amy zieht sich hingegen immer mehr von ihrer Mutterrolle zurück. Nach dem Säugen sucht sie meist das Weite und lässt unbesorgt alle anderen Ridgebacks und sogar die Möpse mit ihren Welpen spielen.

Rhodesian Ridgeback  Welpen beim Säugen Mini-Ridgeabcks beim Spielen mit Rüden Kleiner Ridgeback im Regen Rhodesian Welpe mit Mops

Amys Welpen haben in den letzten eineinhalb Wochen einen riesigen Entwicklungssprung gemacht. Aus den mehr oder weniger hilflos da liegenden Hundebabys sind Mini-Ridgebacks geworden, die schon Futter fressen und auf einmal laufen können.

Amy hat die Gelegenheit des Anfütterns genutzt, um das Sauberlecken der Welpen loszuwerden. Manche Hündinnen stört es überhaupt nicht, wenn die Welpen neben der Muttermilch Fremdfutter fressen. Sie lecken unbeirrt alles weg was aus ihren Kindern rauskommt. Und dann gibt es Hündinnen, wie Amy bei denen es reicht, wenn die Welpen einen Krümel Futter gefressen haben und schon werden alle Ausscheidungen liegen lassen.

Zum Glück ist Amy nicht mehr so empfindlich wenn die anderen Ridgebacks zu ihren Nachwuchs gehen und zu meinem Glück übernehmen sie einfach das Säubern der neuen Rudelmitglieder. Auch beim Sitten wird sich abgewechselt. Sogar die kleine Nachzuchthündin Mala mit vier Monaten eigentlich selbst noch ein Baby, passt mit auf.

Zcuhthündin mit 3 Rhodesian Ridgeabck Welpen Welpen auf der Suche nach den Zitzen Kleiner Ridgeback Welpen in Wurfkiste Mini-Ridgebacks beim Ausruhen in der Wurfkiste

Im Vergleich zu der ersten Woche war von den Welpen und vor allem von Amy die letzte Woche kaum was zu merken. Amy hat ihre Überfürsorglichkeit abgelegt und traut sich sogar im Hof zu liegen während Socke und Co ihren Welpen einen Besuch abstatten.

Diese sind ordentlich gewachsen und werden wohl höchstens noch ein paar Tage in ihrem Wurfbett bleiben können. Das Bett ist eine Besonderheit, die Amy eingeführt hat. Sie wollte bei der Geburt unter keinen Umständen in der seit Jahrzehnten bewährten Wurfkiste liegen. Um ihre und meine Nerven zu schonen, durfte sie in ihrem gewohnten Hundebett liegen bleiben und sollte dann mit ihren Welpen in die Wurfkiste umziehen. Damit die unerwartet superempfindliche Mutter nicht noch mehr gestresst wurde, ist aus dem Plan aber nichts geworden. Zur Sicherheit der Welpen sollte man für die Geburt eigentlich immer eine professionelle Wurfkiste verwenden. Für Amy und ihre Erstlingswelpen war das geliebte Hundebett bestimmt die bessere Wahl.

Mini Ridgeback im Wurfbett Kleiner Rhodesian Ridgeback Welpe beim Schlafen Kopf eines schlafenden Rhodesian Ridgeback Welpen 10 Welpen beim Säugen

Hinter Amy und mir liegt eine anstrengende Woche. Die Welpen waren weniger betroffen. Sie verbrachten ihre erste Lebenswoche ganz normal mit schlafen und säugen. Da es keinen Wackelkandidaten gab, der an die Zitzen angelegt werden musste, konnten die Welpen erstmal “links liegen gelassen” und die volle Konzentration auf Amy gelegt werden.

Sie wollte sich nicht einen Zentimeter von ihren Welpen wegbewegen und fressen wollte sie schon gleich gar nicht.

Da sie schließlich irgendwann mal raus musste, wurden die Welpen in einen Korb mit Fleecedecke verfrachtet und in den Garten getragen. Das funktionierte zweimal gut, danach ließ Amy den Korb samt Kindern unbeachtet draußen stehen und legte sich unverrichteter Dinge und ohne Welpen zurück in ihre Wurfkiste.

Zum Glück konnte sie ausgetrickst werden indem die Welpen in den Korb gelegt und möglichst schnell rausgetragen wurden. Sowie Amy den Korb bis über die Türschwelle gefolgt war, galt es diesen ohne Amy wieder reinzulotsen und die Tür zuzuknallen. Sie durfte erst wieder rein, wenn sie gemacht hatte. Diese Prozedur wurde mindestens viermal am Tag wiederholt. Immerhin waren wir nach drei Tagen ein eingespieltes Team. Während ich die Welpen drinnen aus dem Korb zurück in die Wurfkiste legte, machte Amy draußen auf die Fußmatte.

Das nächste Problem war die Futteraufnahme. Erst wurde der Napf mit dem Lieblingsfutter direkt vor die anspruchsvolle Mutter gestellt. Dann gab es geformte Futterkugeln aus der Hand. Höhepunkt waren ausschließlich aus selbst gekochten Hühnchen und Reis bestehende Kugeln, die ebenfalls keine Zustimmung fanden.

Bei dem ganzen Aufwand blieb kaum Zeit an das eigene Essen geschweige denn dessen Zubereitung zu denken. Letztendlich gab es Ravioli aus der Dose. Zumindest mein angewiderte Blick auf den Teller war der gleiche wie der von Amy beim Anblick von Futter.

Nach einem Tag Totalverweigerung frass sie endlich ohne Murren ihr gewohntes Futter und ich lies mir das Hühnchen mit dem Reis schmecken.

Seit vorgestern ist der Knoten geplatzt. Rausgehen und Fressen klappen ohne Gegenwehr und ganz kurz sah es so aus als ob Amy zum Spaziergang mit wollte.

Einen Privaterfolg kann Socke für sich verbuchen. Selbstverständlich durfte außer Odin kein anderer Ridgeback zu den Welpen. Für die welpenverliebte Socke war das nicht zu verstehen. Nach und nach hat sie sich angeschlichen und darf jetzt schon neben der Wurfkiste liegen.

Welpen schäft dicht an Ridgeback Hündin Rhodesian Ridgeback Welpe küschelt mit Hündin Gemeinsam ist es doch am schönsten. 2 Welpen schlafen auf Ridgeback Hündin Prallgefülltes Gesäuge - Es ist genug für alle Welpen da.

Amy hat heute ihre Welpen bekommen. Die drei Hündinnen und vier Rüden sind samt Mutter wohlauf. Der erste Welpe, ein Rüde wurde um 4 Uhr 30 geboren, der letzte ebenfalls ein Rüde kam um 15 Uhr zur Welt.

Amy macht ihre Sache nach anfänglichen Entsetzen super. Ihr erster Sohn war ihr sehr suspekt immer wieder wollte sie von ihm weglaufen, orientierte sich dann wieder um und versuchte ihn mitzunehmen. Als er an einer Zitze saugte, wollte sie ihn nicht lassen und versuchte ihre Milch erstmal selber. Zum Glück dauerte der Schreck über das fremde Wesen nicht lange und nach der Geburt des zweiten Welpens war Amy im wahrsten Sinne des Wortes die geborene Mutter.

Rhodesian Ridgeback Hündin Amy Ridgeback Hünding mit ihren ersten Welpen

 

Während die Welpen von Blümchen nach und nach ausziehen, steht Amy kurz vor der Geburt ihrer ersten Welpen.

Namasté Anisa (Amy) ist eine fast zweijährige Ridgebackhündin, die letztes Jahr in das Rudel vom Bärenwald aufgenommen wurde. Sie ist die Zierlichste und mit einer Schulterhöhe von 63 cm die Kleinste von allen. Auch ihr Wesen hat etwas von einem sanften Reh. Durchsetzen kann sie sich aber trotzdem. Sie wird von den fünf anderen Ridgebacks voll akzeptiert und ist die Lieblingshündin von Odin. Das liegt bestimmt auch daran, dass beide altersmäßig nur ein gutes halbes Jahr auseinander liegen und oft wie Junghunde wild miteinander spielen. Odin wird auch der Vater von dem Mitte Juli erwarteten N-Wurf.

Die Vorbereitungen für die Geburt sind schon fast beendet. Die Wurfkiste ist aufgestellt, Handtücher liegen frisch gewaschen bereit und eine neue Flasche Desinfektionsmittel ist auch schon da. Am Wichtigsten im Moment ist es Amy aufzumuntern, die mit ihren wachsenden Körperumfang merkbar unglücklich ist. Statt dick und breit in ihrem Hundebett zu liegen, würde sie gefühlt viel lieber mit Odin eine Runde im Garten um die Wette rennen. Ein paar Tage bleiben ihr zum Glück noch, um sich mental auf die Geburt einzustellen.

Zuchthündin Amy vom Bärenwald Rhodesian Ridgeback Zuchthündin Amy Blümchens Welpen kurz vor dem Auszug Rhodesian Ridgeback Welpen spielen

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